Samstag, 29. August 2009

easyjet: was kann man alles falsch machen?

Eine Bekannte schrieb mir, beim Buchen von Flügen per easyJet kämen Zertifikatsfehler. Was das denn zu bedeuten habe?

Das Zertifikat für https://www.easyjet.de ist nur für www.easyjet.com gültig. Nungut, kann passieren. Versuchen wir denen das mal zu sagen... Pustekuchen. Ein Kontaktformular haben die auf ihrer Seite gar nicht. Najaah, schauen wir mal im whois, da wird doch - nein, Fehlanzeige, keine Telefonnummern oder Emailadressen im whois. Nur eine Postadresse in London. Hach, raten wir ne mailadresse per telnet auf port 25:
$ dig mx easyjet.de +short
10 mxhost-2.vi.net.
5 mxhost-1.vi.net.
los gehts:
$ nc mxhost-1.vi.net  25
220 mxhost-1.vi.net ESMTP Postfix
HELO mail.xxxxxxxxxxx.net
250 mxhost-1.vi.net
MAIL FROM: <postmaster@xxxxxxxxxxx.net>
250 2.1.0 Ok
RCPT TO: <webmaster@easyjet.de>
554 5.7.1 <webmaster@easyjet.de>: Relay access denied
wat?! Der für die Domain zuständige MTA weigert sich dorthin zu relayen?

Dann kann und will ich ihnen auch nicht mehr helfen...

Die betreiben da unter easyjet.de Flugbuchungen, aber weder ihr SSL-Zertifikat funktioniert, noch ihr Mailsystem?! Super!

Aber das passt zu den Buchungsmails die sie verschicken. Multipart mit text und html-Teil. Aber: Der Text-Teil ist komplett leer, im html-Teil stehen dann die Buchungsdaten.

Freitag, 28. August 2009

Demokratie in Deutschland...

"Ein unkontrolliertes, geheimes Gremium erstellt unter umgehung aller Gewaltenteilung und aushebelung der Unschuldsvermutung, nur stichprobenartig kontrollierte geheime Listen von geheimen Seiten, die mittels eines geheimen Verfahrens umgesetzt werden. Kontrolle ist illegal, Bekanntmachen ist illegal, umgehen zur Kontrolle ist illegal. Danach fragen macht verdächtig, versehentlicht darauf landen macht verdächtig, dagegen sein macht verdächtig." Quelle: Heise-Forum

Natürlich ist das Gesetz keine Zensur, noch nicht, weil noch werden angeblich nur illegale Inhalte gefiltert. Eine umfassende Kontrolle findet jedoch nicht statt, und wer sagt denn, dass die Liste, die das BKA an die Kontrollorgane weitergibt, identisch mit der ist, die an die Provider geschickt wird. Immerhin ist es vorgesehen, dass die Liste sich alle paar Stunden ändern kann. Da hat man halt kurz nach dem Versenden an die Kontrollorgane die Liste schon wieder geändert und sich leider in der Version vertan

Aber in Deutschland ist ja auch mittlerweile normal, dass im Parlament Aussprachen nur noch schriftlich stattfinden, ohne dass die Redebeiträge gehalten werden. Wenn es dann doch mal sogenannte Debatten gibt, finden diese auch mal nachts um halb vier statt, und ein Agrarausschuss entscheidet über IT-Themen.

Der einzelne Parlamentarier fühlt sich dem Fraktionszwang verpflichtet und stimmt dann auch mal "mit Bauchschmerzen" für ein Gesetz, dass er für falsch hält. Danach hat der Parlamentatier auch noch die Stirn, dies zu sagen, verbunden damit, er gehe ja ohnehin davon aus, dass das Bundesverfassungsgericht das Gesetz stoppt.

Dann haben wir noch eine spezielle Ministerin, die von ihr selbst in Auftrag gegebene Gutachten als "unterirdisch" bezeichnet und dieses sowie alle Experten schlicht ignoriert.

Andere Minister vergeben den Auftrag Gesetze zu machen dafür gleich ganz an ausländische Anwaltkanzleien oder haben in ihrem Ministerium Angestellte, mit eigenem Büro, die von der Industrie bezahlt werden und an den Gesetzen mitarbeiten, die dann für diese Industrie gelten. Natürlich nur, um den Sachverstand zu nutzen, den diese mitbringen, und einen lebendigen Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu ermöglichen.

Fazit: Ich fühle mich jedenfalls derzeit verkauft und verraten von diesen sogenannten Volksvertretern und werde meine Kreuze entsprechend setzen.

Andererseits: Vielleicht habe ich das auch nur falsch verstanden, Staubsaugervertreter setzen sich ja auch nicht für die Rechte von Staubsaugern ein...

Montag, 3. August 2009

Zwischenruf und Nachdenkliches zum Urlaub

Bevor es ein paar Tage Urlaub gibt, sind mir doch noch ein paar Dinge über den Schirm gelaufen, die mich beschäftigen.

Zum Einen der Zwischenruf von Hans-Ulrich Jörges im Stern.

Er spricht mir in so vielen Punkten aus der Seele. Wenn ich mir ansehe, dass in diesem Land Gesetze nicht mehr im Parlament verhandelt, sondern dort lediglich noch die Reden schriftlich zu Protokoll gegeben werden, wenn ich höre, dass man der Fraktionsdisziplin wegen für das Gesetz stimmt, aber nur mit Bauchschmerzen, aber man ja ohnehin davon ausgeht, dass das Verfassungsgericht das Gesetz für nichtig erklärt - da frage ich mich schon, was aus unserer Demokratie geworden ist.

Dann kommt auch noch ein so genanannter Spitzenkandidat aus Sachsen, der Herr Thomas Jurk, daher und verkündet, dass er über dem Grundgesetz steht, und das ja nicht für alle gelten könne.

Übrigens meinte das auch unser Verteidigungsminister beim Thema des Abschiessens von Passagierflugzeugen. Man würde sich schon einen Piloten suchen, der den Befehl ausführt. Dies verstößt aber gegen das Urteil des Verfassungsgerichts.

Gleichzeitig werden Milliarden in die Autoindustrie geblasen um vor der Wahl ein Strohfeuer zu entfachen, damit es ja nicht vor der Wahl zu einem Kollaps kommt. Was die Banken an Steuergeldern verbrannt haben, darüber möchte ich gar nicht erst nachdenken - aber schön, dass sie alle schon wieder Gewinn erwirtschaften und Boni zahlen können. Nun, die Manager haben ja auch erfolgreich neues Geld aquiriert - von daher, chapeau!

Aber was mich wirklich aufregt ist, wie dreist man belogen wird. Wieder und wieder aus dem Hause unserer Familienministerin Zensursula von der Leyen.

Diesmal blamiert sie uns zwar nicht bei den Indern, so dass es keine Entschuldigung an die Indische Botschaft geben muss, nein, diesmal vertritt sie die Meinung, dass man auch mal darüber nachdenken könne andere Inhalte im Internet ebenfalls zu verstoppschildern.

Getreu dem Motto was schert mich heut mein Geschwätz von Gestern. Toll!

Gleichzeitig frage ich mich immer wieder, was die ganzen Kinder eigentlich unbeaufsichtigt im Internet machen, die man hier in Chatrooms und Social Networks vor irgendwas schützen muss.

Immerhin lassen die Erziehungsberechtigten die Kinder hier mir einem Kriegsinstrument unbeaufsichtigt alleine!

Das Internet ist von Wissenschaftlern für die Wissenschaft ersonnen und später durch das Militär weiterentwickelt worden.

Aber im Ernst: Kann man wenn man unter 18 Jahre alt ist einen eigenen Internetanschluss bekommen? Geht das ohne volle Geschäftsfähigkeit? Nein? Ach! Wie also kommen die 8-12 Jährigen dann ins Internet - wer missachtet da seine Aufsichtspflicht?

Montag, 13. Juli 2009

freenode - fail

In seinem Blog berichtet Martin über freenode, und zeigt recht lustig, wieso man mit Wortfiltern nicht wirklich weit kommt, bei Zensur.

Auch wenn ich freenode sogar ein wenig verstehe, weil sich zuviele Scriptkids da draussen mit 'lustigen hostnamen' einen Schabernack erlauben. Sei's drum.

Auch einige Schulen haben da schon so ihre Erfahrungen, wenn sie das böse Wort Sex filtern, und sich die Schüler dann nicht mehr über die Laufbahn der Pädagogen informieren können, weil das Wort Staatsexamen leider auch geblockt wird.

Ich finde, Martin sollte freenode mal vorschlagen, den Hostnamen des irc-servers zu ändern. Wenn ich nach wolfe google, finde ich da recht eindeutige Verweise auf eine Filmproduktion namens wolfevideo. Ob das nicht zu obszön ist?

Dienstag, 16. Juni 2009

Wer braucht noch Streetview?

Bei diesem Ausschnitt aus Google-Maps frage ich mich schon, wer da noch Google Streetview braucht?

Donnerstag, 11. Juni 2009

Internetsperren für "Online-Gewaltspiele" gefordert

Heise: CDU-Bundestagsabgeordneter erwägt Internetsperren für Online-Gewaltspiele

Wie kommen die eigentlich immer auf diesen Trichter, alles sperren zu müssen?

Und vor allem, wem kann man eigentlich glauben? Zypries will bei Urheberrechtsverletzungen sperren, Hessen bei Glücksspiel, andere bei Nazi-Seiten, andere bei denen von Linken Gruppen, etc...

Haben die Angst?

Vielleicht hilft ja Wikipedia?

Thomas Strobl ist Mitglied der Heidelberger Studentenverbindung Alte Leipziger Landsmannschaft Afrania. Seit 1996 ist er mit Christine Schäuble, der Tochter des CDU-Politikers Wolfgang Schäuble, verheiratet.

Wir haben es also nicht nur mit Lobbyismus zu tun, einem, bei dem Firmen Personal in Ministerien entsenden um dort 'beratend' an Gesetzesentwürfen zu arbeiten, wir haben es nicht nur damit zu tun, dass Ehegattinnen die Position ihres eigenen Vereins über den Wirtschaftminister von und zu Guttenberg 'einbringen', sprich das Gesetz erarbeiten, nein, wir haben es auch an anderen Stellen mit deutlich sichtbarer Vetternwirtschaft zu tun.

Ich finde ja, man sollte ein Verbot einführen, dass Personen die über weniger als 3 Ecken miteinander verwandt oder verschwägert sind nicht zusammen in den Bundestag dürfen oder so...

Aber einen Schießstand in einer Hauptschule einrichten für den Schützenverein, das geht!

arghl!

Donnerstag, 4. Juni 2009

Kategorie: Lesenswert!

Da ich im Moment keine Zeit habe, sei hier auf einen sehr erschreckend-aufklärenden Artikel hingewiesen:

http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2141

Zum Einen erwähnt er einen Blogeintrag, der ebenfalls den Generationenkonflikt näher beleuchtet, zum Anderen hilft er, einige der Vorgänge der letzten Monate (Jahre?) zu erklären - auf erschreckende Weise, wie ich finde!